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Category:Advent/Weihnachten

In diesem Jahr ist’s anders…

Ruhig und besonnen verrichten die Männer ihre Arbeit. Nur schemenhaft sind sie durch das einsetzende Schneetreiben auszumachen. Auch das Licht der Laternen am Marktplatz kommt dagegen nicht an. So verschmelzen die Arbeiter mit der Umgebung mehr und mehr zu einer undurchdringlichen, weißgrauen Wand. Read more »

Advent, Advent…, die stade Zeit!

Still war es geworden um Dingharting und nur selten noch fand ein Ereignis in die ohnehin dünne Berichterstattung des Regionalboten. Nun aber sollte sich dies schlagartig ändern. Read more »

Weihnacht vor der Tür…

Jeder merkt es, kennt den Wandel, spürt, wenn die Zeit auf Weihnachten zueilt. Nicht jeder, könnte man mit Fug und Recht einwenden, aber solcherlei Betrachtungen haben hier und jetzt keinen Platz.

Der November zieht auf. Herbststürme begleiten ihn, bunt gefärbte Blätter fallen von Busch und Baum, der erste Schnee ist nicht mehr fern und doch hindern warme, laue Föhnlagen ihn an manchen Tagen, seine weiße Last ins Land zu tragen. Read more »

Heiligabend

Gehetzt blickte der Mann auf seine schwere Armbanduhr. Nur noch weniger als eine Stunde! Es war zum Verrücktwerden. Wie um Himmelswillen sollte er das bloß schaffen? Mühsam zwang er seinen Atem in geordnete Bahnen. Du mußt ruhig bleiben!, sagte er sich immer wieder, ruhig bleiben! Read more »

Weihnacht – ein Dorf in Aufruhr!

Der Erste Advent war beinahe unbemerkt ins Land gezogen. Es war eben nicht mehr die Jahreszeit dafür. Früher, ja früher, erinnerten sich die Älteren, da hat’s noch Schnee gehabt. Aber heutzutage? Schweren Schrittes stapfte der Weinzierl Ferdinand über das matschige Laub, das der Wind letzte Nacht von den Bäumen gefegt hatte. Sonst waren um diese Jahreszeit die Bäume längs leer,  brummte Ferdinand Weinzierl vor sich hin und beeilte sich, so gut er das mit seinen 85 Jahren noch konnte, den Marktplatz zu erreichen. Read more »

Dritter Advent

Zünftig sehen’s aus, die Burschen, wie sie da oben so auf dem Tanzboden stehen und rhythmisch ihre Goaßln schnalzen. Ein scharfes Peng, Peng…, Peng, Peng, und noch einmal Peng, Peng hallte durch die Nacht. Trocken und hart knallte es, wenn die Burschen mit geübter Hand ganz abrupt den Schwung ihrer Peitschen in der Luft stoppten. Read more »

Stille Nacht

Im Jahre 1843 erblickte Luise, genannt Luiserl, Partenninger das Licht der Welt. Die Mutter, eine rechtschaffende junge Frau aus Straubing, der Vater, so konnte man später in den Geburtenregistern des Erzbischöflichen Ordinariats in München nachlesen, kam aus dem Montafon in Österreich. Der Herkunftsort war allerdings nicht zu entziffern, wie natürlich überhaupt das Lesen des Registers Kenntnis der Deutschen Schrift voraussetzte. Fein säuberlich war seinerzeit alles mit Tinte in den gebräuchlichen steilen deutschen Buchstaben auf die amtlichen Blätter geschrieben worden. Bis auf den Ort eben, der war vergilbt, verwischt oder sonst etwas – jedenfalls war und blieb er unleserlich. Read more »

Sternsinger

Am Dreikönigstag enden die Rauhnächte und es ist Brauch, dass die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, um ihre Sternsinger Lieder vorzutragen und ein Gebet zu sprechen. Danach schreiben sie mit geweihter Kreide an die Türbalken die bekannte Segensbitte C+M+B, was bedeutet: „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Vor das C schreiben sie 20+ und nach dem B +14, womit das Jahr, z.B. 2014, der Segensbitte bezeichnet ist. Die Kreuze erflehen zusätzlichen Segen, und davon kann man ja bekanntlich nicht genug bekommen. Read more »

Bayerisches – (4) Weihnacht

Als der Bauer Simon Mooslechner am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages in den Stall schlurfte, um seiner Arbeit nachzugehen, kam ihm unwillkürlich die Geschichte von der Sendlinger Mordweihnacht in den Sinn. Damals, als vor über 300 Jahren, am 25. Dezember 1705, bayerische Aufständische von Truppen des habsburgischen Kaisers Joseph I. in einem Massaker niedergemetzelt wurden, war ein Tropfen von Unversöhnlichkeit gegenüber fremder Obrigkeit in die bayerische Volksseele gekippt worden. Read more »

Advent

Dort, hoch oben, wo des Nachts nur Sterne und Mond den Weg erleuchten, wohnte in einer verschwiegenen Hütte Magdalena. Einsam war’s am Fuße des Bergmassivs, wo aus der Hütte Kamin leichter Rauch empor kräuselte. Die Finsternis hätte ihn fast verschluckt, wäre da eben nicht das Himmelszelt gewesen. Nur wenige Tiere verirren sich hier herauf. Ab und zu Gämsen, die man in der Ferne vorbeiziehen sah. Read more »