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Category:Bayerische Lebensart

Heiteres aus dem Leben in Bayern

Warum wir in Bayern keinen König mehr brauchen!

In Bayern, da haben wir immer einen König g’habt, plärrte der Innozenz mit hochrotem Kopf in die vom Bierdunst geschwängerte Stammtischluft und hieb mit geballter Faust auf den von feiner Nässe überzogenen Biertisch. Bei derart vorgetragener Bekundung schwappte dabei ein Teil des würzigen Bieres aus den vollen Krügen über und harrte darauf, von einem der Joppenärmel der um den Tisch Versammelten aufgewischt zu werden. Read more »

Der verlorene Blick

Wir schauen hin, aber wir sehen es nicht mehr, bemerkte einer der Männer bevor er einen kräftigen Zug aus seinem Keferloher nahm. Ja, ja, der Keferloher, dachte der Mann, während er sich dem Biergenuss hingab. 1808 soll er in jener Ortschaft bei München erfunden worden sein, deren Namen er trägt. Ein Tonkrug, der das süffige Bier ganz genau in der richtigen Temperatur hält. Da kommt kein Glaskrug hin, sagte der Mann ganz in Gedanken.  Read more »

Rückkehr

Der Bleicher Georg hatte es satt. Seine Spezi vom Stammtisch hatten es auch gesagt – letzten Sonntag gleich nach der Kirche. Er wusste gar nicht mehr, wie lange es ihren Stammtisch schon gab. 30 Jahre oder gar schon 40? Als junge Burschen hatten sie ihn ins Leben gerufen. So um die 20 musste er damals gewesen sein. Immer sonntags. Erst in die Kirche, dann zum Bier, das war ihr Motto, damals wie heute. Read more »

Eisheilige

Am Montag, den 11. Mai, haben in diesem Jahr, also 2015, die Eisheiligen Einzug gehalten. Der erste war Mamertus, dann kam Pankratius gefolgt von Servatius, am Donnerstag haben wir dann den Bonifatius und am Freitag macht sich die Kalte Sophie breit. Oder auch nicht, wie all die anderen auch nichts Kaltes gebracht haben, jedenfalls nicht bei uns. Sonne, schwühl ist es und gelegentlich sieht es nachmittags nach Gewitter aus, aber bisher hat sich keines entladen, nichts ist passiert.

Bis heute, dann war es auf einmal vorbei mit der Beschaulichkeit. Abends, halbzehn, es donnert, Blitze zucken und zerschneiden das dunkle Schwarz der Nacht, Wolkentürme bauschen sich auf, unsichtbar, kein Mond, kein Stern, nur ein paar Straßenlampen versuchen zaghaft das Dunkel zu durchdringen. Vergeblich!

Am Dorfplatz beim Schlegel Wirt sitzen drei Männer um einen der runden Tische. Einfache Holztische ohne Tischtuch, einfache Stühle, einfache Leute.  Read more »

…und da bin i dahoam!

Wissen Sie, sagte der Mann an der Theke zu seinem Nachbarn, den er für diesen Abend zum Trinkkumpanen auserkoren hatte. Wissen Sie, wiederholte er und bewegte den Barhocker mit den Fußspitzen um eine viertel Drehung nach rechts, diese ganze Heimatromantik und vor allem diese unsäglichen Serien im Fernsehen, die machen doch mehr kaputt als sie nützen.

Wie sie eigentlich gerade auf dieses Thema gekommen waren, hätte keiner von den beiden mehr sagen können. Wie das halt so ist, am Abend, an der Bar. Read more »

Neubeginn

Als im Winter des letzten Jahres der Schnee auf sich warten ließ und so mancher in den Bergregionen um seine Existenz fürchtete, war die Stimmung der Menschen mehr als nur gedrückt. Die Gemeindeversammlung stand deshalb unter keinem guten Stern und der Bürgermeister frage sich, ob es wirklich eine so gute Idee gewesen sei, ausgerechnet jetzt über die Zukunft zu reden. Read more »

Gemeindewahl (2)

Die Wahlbeteiligung in Dingharting war überraschend hoch. Etwas musste die Menschen aufgescheucht haben. Allerdings muss auch gesagt werden, dass dieser Umstand am Sonntag um 18:00 Uhr, als die Wahllokale schlossen, noch niemandem bekannt war. Hochrechnungen und andere Prognosen, wie sie heute für die großen Städte üblich sind, lagen für Dingharting nicht vor. Dafür war die beschauliche Gemeinde in Oberbayern dann doch zu klein oder unbedeutend. Read more »

Gemeindewahl (1)

Jetzt war es wieder soweit. In Dingharting, wie im übrigen Bayern, stehen die Wahlen der Gemeinderäte und Bürgermeister vor der Tür. Richtig nervös war deshalb hier am Ort keiner. Oder doch, vielleicht jene, die kleineren Parteien angehörten und deshalb nicht darauf vertrauen konnten, genügend Stimmen zusammenkratzen zu können. Read more »

Wetterhahn

Ostwind, kalt. Wenn’s aus dem Osten bläst, ist’s immer kalt, sagen d’Leut‘. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt den Bürgermeister. Ostwind wie ich’s g’sagt hab‘, sagt er, der Wetterhahn vom Schulhaus zeigt es, dann muss es stimmen.  Read more »

Lausbuben (7)

Es muss einmal festgehalten werden – das Gymnasium in Dingharting mit seinen Lehrern und Schülern ist keinesfalls repräsentativ für den übrigen Freistaat oder gar das ganze Land. Die Ereignisse dort haben ihren eigenen Charakter und entspringen vermutlich der urgewaltigen Heimatverbundenheit der ortsansässigen Bevölkerung. Read more »