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Category:Bayerisch-skurril

Dramatisch-, skurrile Geschichten aus Bayern

Hintergrund – eine bayerische Kriminalgeschichte

Dagmar Hochfellner und ihr Team waren bereits vor Ort.

Die Kollegen der Spurensicherung in ihren weißen Overalls wirkten irgendwie bizarr, ja unwirklich, wie sie mit den Kameras, Maßbändern und Plastiktüten hantierten, in die sie Dinge vom Tatort hineinpackten und per Zip verschlossen. Read more »

Umzug: Synchronizität der Ereignisse…

Um die Geschichte im Zusammenhang wirklich begreifen zu können, ist es von eminenter Wichtigkeit, dass der Leser weiß: sie fußt auf realen Begebenheiten und, was die Psychologie unter Synchronizität versteht.

„Synchronizität“ ist die Gleichzeitigkeit, zeitliches Zusammentreffen von psychischen u. physischen Vorgängen, das kausal nicht erklärbar ist (z. B. bei der Telepathie) – (Nach C. G. Jung -© Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 7. Aufl. Mannheim 2011 [CD-ROM].)

Meine Frau und ich, beide bekanntermaßen aus dem Bayerischen stammend, haben ein neues Zuhause bezogen. Erstaunlicherweise haben sich dabei gewisse Ereignisse ziemlich annähernd ebenso zugetragen, wie sie Waldimar Hinterbrunner in der nun folgenden Tatsachenwiedergabe erlebt hat. Read more »

Wahljahr – skurril, aber (vielleicht) doch wahr –

Nennen Sie mich einfach Ix, sagte der Mann, schmiss seinen massigen Körper in einen der bequem anmutenden Sessel und grinste sein Gegenüber unverhohlen an. Ix, sagte dieser, ist ja nicht gerade originell, nicht wahr? Warum nicht 007? Ist schon belegt, sagte der Mann und grinste noch breiter. Read more »

Kannibalen – eine bayerische Betrachtung

Kannibale, sagt der Duden, ist:

1. Angehöšriger eines Naturvolkes, das auch Fleisch von Menschen verzehrt.
2. (abwertend) rohe, brutale Person.

Übrigens gilt dies auch für weibliche, die man dann Kannibalin nennt.

Als kannibalisch gilt, wer als barbarisch, brutal, gnadenlos, grausam, herzlos, schonungslos, unbarmherzig, unerbittlich, ungerŸührt, unmenschlich oder verroht bezeichnet wird.

In diesen Fällen, ebenso wie für jene unter Ziffer 2 oben, ist der Verzehr von Menschenfleisch keine Voraussetzung

Jetzt aber zur Sache. In Bayern, soviel ist gewiss, gehören Kannibalen der Kategorie 1. schon per se Read more »

Schneeschmelze

Der Schlapphut verdeckte die zerfurchte Stirn des Mannes und gab nur wenig seiner funkelnden Augen preis, als er mit einem verächtlichen Grinsen ins Tal blickte. Seit Wochen waren sie hinter ihm her. Er sah sie gut hundert Meter unterhalb ein Schneefeld queren. Fünf Männer, bewaffnet, ganz deutlich waren die Mündungen der geschulterten Gewehre zu erkennen. Grenzschutz, Bundespolizei oder wem immer sie sonst angehörten – für ihn war das ohne Bedeutung. Read more »

Silvester 2015

Vor 250 Jahren, exakt am 31. Dezember 1765, ein Dienstag, geschahen in einem Bergdorf nahe Ruhpolding in Bayern seltsame Dinge. Starkes Schneetreiben hatte die Bergwelt in ein kaum noch zugängliches Refugium verwandelt. Einige Bauern mühten sich vergebens, mit schweren Pflügen hinter Pferden- und Ochsengespannen wenigstens die allerwichtigsten Verbindungen freizuräumen. Aussichtslos! Schon bald waren die Menschen sich selbst überlassen. Niemand, der ihnen noch hätte zu Hilfe eilen können. Read more »

Sonntagsfieber

Dienstag Morgen, der Briefträger kommt immer früh, spätestens gegen neun hat er die Post eingeworfen. So war es gestern, heute und morgen wird es auch so sein.

Als der Strohmeier Maximilian, im Dorf kurz Maxl genannt, zum Briefkasten vorne am Gartentürl schlurfte, ahnte er nicht, welche Folgen sich aus dieser alltäglichen Routine ergeben würden.  Read more »

St. Korbinian

Der Hallenbacher Ferdinand ist immer schon nicht g’scheid aus dem Bett gekommen, egal, ob’s in der Früh um sechs war oder eine Stunde später. Must halt früher ins Bett, haben die Eltern oft gemeint. Für den Ferdinand war solches aber undenkbar. Früher ins Bett! Was die Leut‘ sich bloss denken?

Gerade am Abend, nach getaner Arbeit, traf sich die Jugend gern beim Dudler Hans, einer Art Wirtschaft, aber nicht so mit Gastraum und Theke, sondern Read more »

Das Geheimnis

Als irgendwann zu Beginn des letzten Jahrhunderts der Feldmeier Quirin den Hof von seinem Vater übernahm, hatte ihn dieser davor schon von seinem Vater und dieser wiederum von seinem Vater übernommen und so fort. Bis in die Lutherische Zeit hinein konnte der Quirinhof zurückverfolgt werden. Und es war Brauch, dass der jeweils Erstgeborene auf den Namen des Heiligen Quirin getauft wurde.

Der Quirin, von dem hier die Rede ist, war allerdings alles andere als ein rechtschaffender Bauer. Weithin war er als Hallodri bekannt und wegen seiner Weibergeschichten Read more »

Arglist

Als Mathias Hirschhuber die Treppe hinaufstieg, empfand er nichts Besonderes dabei. Mühselig war es halt, diese ausgetretenen, steilen Stufen überhaupt hochzukommen. Aber Mathias kannte es nicht anders. Seit er denken konnte, waren es immer schon diese Stufen gewesen. Derbe Bohlen eigentlich, die irgendwann einmal zusammen mit der Hütte auf das schmale Felsplatteau gesetzt worden waren.

Ein Großvater oder Urgroßvater soll sie gebaut haben, hatte ihm seine Mutter einmal erzählt. Mathias wusste es nicht mehr so genau, die Mutter war lange schon tot und auch der Vater lebte nicht mehr. Vielleicht war es der gewaltige, ja überwältigende Blick ins Tal, weshalb die Hütte dort errichtet worden war, wo sie jetzt stand. Als Kind hatte er sich immer einen Spass daraus gemacht, schneller oben zu sein als die anderen. Flink war er hochgewuselt, während sich seine nach Luft japsenden Eltern mit Rücksäcken und Taschen an den groben Handläufen nach oben hangelten. Read more »