Skip to Content

Category:Zum Nachdenken

Geschichten, die geschehen sind oder geschehen sein könnten, und die manchmal zum Nachdenken anregen wollen.

In diesem Jahr ist’s anders…

Ruhig und besonnen verrichten die Männer ihre Arbeit. Nur schemenhaft sind sie durch das einsetzende Schneetreiben auszumachen. Auch das Licht der Laternen am Marktplatz kommt dagegen nicht an. So verschmelzen die Arbeiter mit der Umgebung mehr und mehr zu einer undurchdringlichen, weißgrauen Wand. Read more »

Advent, Advent…, die stade Zeit!

Still war es geworden um Dingharting und nur selten noch fand ein Ereignis in die ohnehin dünne Berichterstattung des Regionalboten. Nun aber sollte sich dies schlagartig ändern. Read more »

Weihnacht vor der Tür…

Jeder merkt es, kennt den Wandel, spürt, wenn die Zeit auf Weihnachten zueilt. Nicht jeder, könnte man mit Fug und Recht einwenden, aber solcherlei Betrachtungen haben hier und jetzt keinen Platz.

Der November zieht auf. Herbststürme begleiten ihn, bunt gefärbte Blätter fallen von Busch und Baum, der erste Schnee ist nicht mehr fern und doch hindern warme, laue Föhnlagen ihn an manchen Tagen, seine weiße Last ins Land zu tragen. Read more »

Wohin wir steuern…(einfach so gedacht – Bericht aus Bayern)

Stammtisch im Bräu, Freitag, kurz vor halb neun: Seit ewigen Zeiten schon treffen sich die fünf Männer dort am ersten Freitag im Monat. Zwölf Mal im Jahr. Allerdings, so wußten manche der Alteingesessenen zu berichten, hat man die fünf des öfteren auch an anderen Abenden zusammen gesehen. Read more »

Integration – ein Tor ist ein Tor – Tiefsinniges für Einsteiger!

Wisst ihr, wann ein Tor ein Tor ist?,  fragt der Mann in dem überaus gut sitzenden, beinahe eine Spur zu elegant wirkenden Trainingsanzug die um in versammelte Mannschaft.

Ununterbrochen läuft im Weiterbildungszentrum einer großen deutschen Behörde diese Sequenz aus einem Video. Manche der Teilnehmer heften ihre Blicke hilfesuchend an die Decke, andere, wie von Selbsthypnose gepackt, glotzen mit trüben Kuhaugen vor sich hin. Read more »

Gefühlsstrudel

Sie glauben also, dass jeder Mensch seinen Punkt hat?
Ja, hat er.
Geht’s ein bisschen genauer?
Geht es, aber wozu?
Damit ich es verstehe!
Sie werden es nicht verstehen! Aber, wenn Sie wollen, kommen Sie morgen wieder.

Sie hatten sie geschickt, sie, neu im Job, sie, frisch von der Uni. Rede mit ihm, vielleicht spricht er ja mit dir, mit den anderen hat er’s nicht getan. Zwecklos! Read more »

Gehälter, Bezüge und andere Schweinereien!

Das Wirtshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige standen noch hinter der letzten Stuhlreihe an die Wand gelehnt oder halb auf dem Fenstersims hockend. Kein Mensch hätte geglaubt, dass diese Partei für ihre Veranstaltung so viele Bürger aus dem Dorf und dem näheren Umland zusammenbringen würde. Read more »

Einsam

Vor Jahren, zehn oder zwölf mochten es sein, hatten sie ihm das Kabel hochgezogen.  Strom gab es seitdem immer. Er brauchte ihn zum Überleben. Nicht wegen der kalten Zeit im Winter, nein, heizen und Warmwasser lieferten ihm eine für diese abgeschiedene Gegend doch recht moderne, zentrale Heizanlage. Er hatte sie nur ein paar Jahre später installieren lassen und musste lediglich einen ausreichenden Vorrat an Brennholz anlegen, was kein Problem war, denn Wald gab es genügend um ihn herum. Den Strom brauchte er für seine Maschinen, die Melken, Buttern und Käsen während der Saison erleichterten, wenn das Vieh heroben auf der Alm war. Read more »

Heiligabend

Gehetzt blickte der Mann auf seine schwere Armbanduhr. Nur noch weniger als eine Stunde! Es war zum Verrücktwerden. Wie um Himmelswillen sollte er das bloß schaffen? Mühsam zwang er seinen Atem in geordnete Bahnen. Du mußt ruhig bleiben!, sagte er sich immer wieder, ruhig bleiben! Read more »

Weihnacht – ein Dorf in Aufruhr!

Der Erste Advent war beinahe unbemerkt ins Land gezogen. Es war eben nicht mehr die Jahreszeit dafür. Früher, ja früher, erinnerten sich die Älteren, da hat’s noch Schnee gehabt. Aber heutzutage? Schweren Schrittes stapfte der Weinzierl Ferdinand über das matschige Laub, das der Wind letzte Nacht von den Bäumen gefegt hatte. Sonst waren um diese Jahreszeit die Bäume längs leer,  brummte Ferdinand Weinzierl vor sich hin und beeilte sich, so gut er das mit seinen 85 Jahren noch konnte, den Marktplatz zu erreichen. Read more »