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Category:Bayerische Kriminalfälle

Kuriose, rätselhafte oder geheimnisvolle Kriminalfälle, die in Bayern spielen.

Die Dachauer Bank – Kriminologisches aus Bayern

Niemand lebt mehr, der Zeugnis über Adele Spitzeder ablegen könnte.

Als Adele am 9. Februar 1832 das Licht der Welt erblickte, hätte keiner der illustren zur Taufe geladenen Gäste dieser so lieblich blinzelnden Erdenbürgerin auch nur im Ansatz ein verbrecherisches Talent zugeschrieben. Read more »

Morgenstund – Kriminologisches aus Bayern

Unbarmherzig zertrümmerte das Stakkato des Telefons ihre wohligen Träume.

Hochfellner, krächzte sie schließlich schlaftrunken in den Apparat. Minuten später saß sie im Auto, das Blaulicht auf dem Dach, und jagte aus der Stadt. Read more »

Hintergrund – Kriminologisches aus Bayern

Dagmar Hochfellner und ihr Team waren bereits vor Ort.

Die Kollegen der Spurensicherung in ihren weißen Overalls wirkten irgendwie bizarr, ja unwirklich, wie sie mit den Kameras, Maßbändern und Plastiktüten hantierten, in die sie Dinge vom Tatort hineinpackten und per Zip verschlossen. Read more »

Blickfang – ein bayerischer Tatort

Wir wissen nicht, warum er es getan hat, sagen die Leute. Keiner weiß es, sagt der Herr Kaplan.

Der lüsterne Blick des Mannes vorne am Altar galt zweifellos dem Mädchen rechts in der ersten Reihe. Die Ministranten schleppten die sakralen Utensilien umher: die Heilige Schrift, ein schweres Buch mit Goldschnitt, Weihrauchgefäße und Kännchen mit Wein und Wasser. Read more »

Verwandtschaft – Raubmord im Donaumoos

Ohne Moos nix los. Zwei Raubmörder aus dem Donaumoos (ª)

Eduard Gänswürger (1843-1873) und Ferdinand Gump (1844-1873) begannen nach ihrer gemeinsamen Volksschulzeit in Karlskron (Lkr. Neuburg-Schrobenhausen) 1860 eine Schreinerlehre bei Paul Heckersmüller in Reichertshofen (Lkr. Pfaffenhofen a. d. Ilm). Während Gänswürger anstatt zu arbeiten lieber mit Johann „Christlhannes“ Schneider aus Winden zum Wildern ging, nahm Gump die Sache ernst. Doch schon bald schloss sich auch Gump den beiden an. Nachdem Gänswürger am 11. Juni 1869 wegen schweren Diebstahls zu neun Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, wilderten Gump und Schneider weiter. Read more »

Immer nachts… (2)

Die Frühbesprechung diente dem schnellen Erfahrungsaustausch. Nicht alle Abteilungen im LKA handhabten es so, aber Dagmar Hochfellner legte Wert darauf, ihr Team mit dem aktuellen Stand von Ermittlungen, Laboruntersuchungen und Gerichtsmedizin vertraut zu machen. Manches entwickelte sich tatsächlich brandneu oft erst über Nacht. Sie nickte dem Assistenten zu. Read more »

Immer nachts… (1)

Den Hut tief in die Stirn gezogen, war das Gesicht des Mannes im mageren Schein der Straßenlaterne nicht zu erkennen. Exakt das gleiche sagten mehrere Passanten aus, als sie später von der Polizei danach befragt wurden. Einer meinte, im aufkommenden Nebelreißen sei nicht sehr viel auszumachen gewesen, eine Gestalt eben mit Hut und Parka, vielleicht oliv, wie sie auch beim Militär getragen werden. Read more »

Der alte Fall

Wussten Sie, dass in Deutschland 95 Prozent aller Mordfälle aufgeklärt werden?, sagte Dagmar Hochfellner und wies mit der Hand auf einen Stuhl. Schwerfällig ließ sich der Mann im derben Lodenzeug darauf nieder, wobei er fauchend den Atem zwischen den Zähnen ausstieß.

Und warum erzählen Sie mir das?, fragte der Mann ungehalten. Ja, warum eigentlich? Dagmar Hochfellner stellte sich diese Frage selbst und war sich mit einem Mal gar nicht mehr so sicher, den Richtigen vor sich zu haben.  Verworren war das alles, aber die Indizien…

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Familiendrama

Dagmar Hochfellner liess sich generft in ihren Bürostuhl plumpsen. Es war wieder einer jener Tage, die ihr so gar nicht lagen. Erst schon kein Durchkommen mit dem Auto zur Dienststelle, dann eine vergeudete Stunde beim Chef – Wochenresümee nannte er das an jedem Freitag früh stattfindende Treffen der leitenden Kommissare. Und dann noch ein versautes Wochenende vor der Nase.

Lesen Sie sich da mal hinein, hatte er gesagt und ihr einen leicht vergilbten Schnellhefter auf den Tisch geknallt. Hinterkaifeck stand da in steilen Lettern zu lesen und darunter in Klammern gesetzt:  Mordfall vom 31. März/1. April 1922 – unaufgeklärt. Der Fall sei über 90 Jahre alt, bemerkte Dagmar und wollte wissen, warum sie sich ausgerechnet jetzt damit beschäftigen sollte. Es tut mir leid, sagte der Chef, aber Sie müssen da rausfahren. Gleich in der Nähe hat man heute Morgen ein ähnliches Familienmassaker entdeckt.
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Der Zettel

YOGTZE schrieb Günther Stoll am 25. Oktober 1984 auf einen Zettel. Stunden später war er tot. Ermordet. Weder die Sendung Aktenzeichen XY ungelöst (zu sehen bei YouTube) noch die umfangreichen Ermittlungen der Polizei brachten Licht ins Dunkel. Experten versuchten das geheimnisvolle Wort zu entschlüsseln. Spekulationen, sonst nichts.

Oben auf einer Hütte bei Garmisch saßen 30 Jahre später zur nächtlichen Stunde ein paar Männer um den kargen Schein einer Petroleumlampe versammelt.  Read more »