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Lausbuben (3)

Am Gymnasium in Dingharting kehrte wieder der Alltag ein, so hatte es jedenfalls den Anschein. Der Lehrer Alexander Denzel verhielt sich seinen Schülern gegenüber erstaunlich aufgeschlossen und schon bald dachte niemand mehr an den Zwist zwischen ihm und Alois Zehetmeier, jenem Schüler, dem Denzel die beiden schmachvollen Niederlagen verdankte. Read more »

Lausbuben (2)

Die Tage zogen ins Land und die Zeugnisverteilung lag schon eine ganze Weile zurück. Das Gymnasium in Dingharting war von einer erwähnenswerten Besonderheit geprägt, die aber mit der Notenvergabe direkt nichts zu tun hatte. Oder vielleicht doch, ein wenig! Read more »

Lausbuben (1)

Am Gymnasium in Dingharting gab es an diesem Tag die Halbjahreszeugnisse. Für die meisten Schüler war das nur insofern aufregend, weil es halt immer bis zum Schluss spannend bleibt und niemand vor Überraschungen gefeit ist. Für einen der Schüler, genau für den Zehetmeier Alois aus der 10b, war das erhaltene Zeugnis zwar keine Überraschung, was die Noten anbelangte, aber der hinterhältige Kommentar von einem der Lehrer, der wurmte ihn mächtig. Read more »

Sternsinger

Am Dreikönigstag enden die Rauhnächte und es ist Brauch, dass die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, um ihre Sternsinger Lieder vorzutragen und ein Gebet zu sprechen. Danach schreiben sie mit geweihter Kreide an die Türbalken die bekannte Segensbitte C+M+B, was bedeutet: „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Vor das C schreiben sie 20+ und nach dem B +14, womit das Jahr, z.B. 2014, der Segensbitte bezeichnet ist. Die Kreuze erflehen zusätzlichen Segen, und davon kann man ja bekanntlich nicht genug bekommen. Read more »

Neujahr

Als der Leermoser Franz am späten Abend des 24. Dezember noch in die Berge stieg, sah keiner seiner Nachbarn, wie er schnell aus dem Kegel der Straßenbeleuchtung eilte, um mit dem Dunkel der Nacht zu verschmelzen. Er hätte hinterm Haus über den Zaun steigen können, aber das war ihm zu viel Aufwand. Read more »

Bayerisches – (6) Rauhnächte

Der Lehnthaler gehörte zu den Alteingesessenen. Manche vom Ort hatten sogar noch seinen Urgroßvater gekannt. Die Severina Baumgartner zum Beispiel, die selbst schon über hundert Jahre zählte, und von der niemand mehr mit Bestimmtheit zu sagen wusste, wie sie zu ihrem doch seltsam klingenden Vornamen gekommen war. Read more »

Bayerisches – (5) Brauchtum

Als die Sonne langsam am Firmament hochstieg, erschien sie durch den reißenden Morgennebel auf den winterlichen Feldern unwirklich verzerrt und glich eher einer zerfaserten, ausgefransten Orange, als dem Glutofen, der sie ist. Auf dem Marktplatz von Dingharting rührte sich um diese Zeit noch nichts. Träge lag er da. Von sanftem Wind getriebener Pulverschnee bildete auf dem alten Kopfsteinpflaster feine Anhäufungen, die sich, Wellen gleich, über den ganzen Platz verteilten. Read more »

Bayerisches – (4) Weihnacht

Als der Bauer Simon Mooslechner am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages in den Stall schlurfte, um seiner Arbeit nachzugehen, kam ihm unwillkürlich die Geschichte von der Sendlinger Mordweihnacht in den Sinn. Damals, als vor über 300 Jahren, am 25. Dezember 1705, bayerische Aufständische von Truppen des habsburgischen Kaisers Joseph I. in einem Massaker niedergemetzelt wurden, war ein Tropfen von Unversöhnlichkeit gegenüber fremder Obrigkeit in die bayerische Volksseele gekippt worden. Read more »

Advent

Dort, hoch oben, wo des Nachts nur Sterne und Mond den Weg erleuchten, wohnte in einer verschwiegenen Hütte Magdalena. Einsam war’s am Fuße des Bergmassivs, wo aus der Hütte Kamin leichter Rauch empor kräuselte. Die Finsternis hätte ihn fast verschluckt, wäre da eben nicht das Himmelszelt gewesen. Nur wenige Tiere verirren sich hier herauf. Ab und zu Gämsen, die man in der Ferne vorbeiziehen sah. Read more »

Bayerisches – (3) Mundart

Ein verendeter Hund könnte, so möchte man meinen, im Bayerischen als a verreckter Hund bezeichnet werden. Das wär‘  durchaus  berechtigt, weil, wie jedermann weiss, die Bayerische Umgangssprache, auch Dialekt genannt, nicht besonders zimperlich mit der Wahl ihrer Worte umgeht. Wo hingegen die gleiche Bezeichnung vom Tier entlehnt auf den Menschen übertragen eine völlig andere Bedeutung annimmt. Aber der Reihe nach! Read more »