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The Blog

Gewinner

Warum lesen wir Romane? Fiktion, Spannung, Emotionen … und so weiter. Das ist es, was uns motiviert, immer wieder ein Buch in die Hand zu nehmen. Die Großen der Politik produzieren derzeit auch Geschichten. Diese sind aber weniger spannend, sondern eher zum Weinen. Ich meine Griechenland. Die IWFler sind abgereist, zurück nach NY. Geht es hier eigentlich um persönliche Befindlichkeiten? Und der Ministerpräsident aus Griechenland? Auch nicht besser! Er denkt, er könne es den Großen nun einmal richtig zeigen. Kann er es wirklich? Wie bei allen Spielen auf des Messers Schneide zahlt am Ende der Verlierer die Zeche. Nur, kann es in diesem Fall überhaupt einen Gewinner geben? Und muss es überhaupt einen geben? Wäre nicht jeder ein Gewinner, wenn man endlich alle Animositäten beiseite liess und nach Lösungen suchte, die vernünftig sind, aber bitte auch die Vertreter aus dem Süden!
In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

Alles im grünen Bereich!

Guten Morgen!
Alles im grünen Bereich! Mit dem Klima soll es besser werden, sagen die Großen aus Elmau. Griechenland braucht neues Geld, aber sie wollen es nicht um jeden Preis. Das kann man gut verstehen – sie müssen/sollen dafür aber auch etwas liefern – was? – weitere Spar- und Konsolidierungsvorschläge sind verlangt. Greif einem nackten Mann in die Tasche …! Jetzt soll es aber welche geben, die zahlen dort keine Steuern. Pfui! Read more »

Der Gipfel von Elmau

Alle schreiben etwas dazu. Zahlen, Fakten, Daten, Statistiken und vieles mehr. Zahlreiche Experten werden sich schon sehr bald die Klinke in die Hand geben und in allen Sendern der Nation und darüber hinaus zu sehen und zu hören sein. Mit gewichtiger Miene werden sie ihren mehr oder weniger abgeschmackten Senf dazu geben und es bleibt dann uns überlassen, was wir davon glauben wollen. Am besten nur wenig oder gar nichts werden die Experten zur Beurteilung von Experten sagen. Aber wer beurteilt sie? Read more »

Ein Wort zu Pfingsten!

Liebe Freunde!
Pfingsten ist für manche das Fest der Erleuchtung. Schaut man sich um, so könnte man allerdings meinen, dass nur wenige davon profitieren. Vielleicht kommt es daher, weil jeder unter Erleuchtung verstehen kann, was er will. (Noch) gibt es kein Erleuchtungsgesetzt. Aber, vielleicht wird ein solches schon sehr bald notwendig werden, denn was uns täglich so berieselt trägt zur Erleuchtung nur sehr wenig bis gar nichts bei. Wen wundert es da, dass immer weniger Bürger geneigt sind, den Phrasen der sogenannten Eliten ob aus Politik, Wirtschaft oder sonst wo her, Glauben zu schenken?
Wie auch immer, lasst euch die Feiertage nicht verdrießen!
Geniesst die Zeit und übt wieder einmal das Lesen, z. B. mit meinen Kurzgeschichten (gratis) oder ihr holt euch „Der Tod des Krämers“ als eBook – für weniger als 5 Euro(!)

Eisheilige

Am Montag, den 11. Mai, haben in diesem Jahr, also 2015, die Eisheiligen Einzug gehalten. Der erste war Mamertus, dann kam Pankratius gefolgt von Servatius, am Donnerstag haben wir dann den Bonifatius und am Freitag macht sich die Kalte Sophie breit. Oder auch nicht, wie all die anderen auch nichts Kaltes gebracht haben, jedenfalls nicht bei uns. Sonne, schwühl ist es und gelegentlich sieht es nachmittags nach Gewitter aus, aber bisher hat sich keines entladen, nichts ist passiert.

Bis heute, dann war es auf einmal vorbei mit der Beschaulichkeit. Abends, halbzehn, es donnert, Blitze zucken und zerschneiden das dunkle Schwarz der Nacht, Wolkentürme bauschen sich auf, unsichtbar, kein Mond, kein Stern, nur ein paar Straßenlampen versuchen zaghaft das Dunkel zu durchdringen. Vergeblich!

Am Dorfplatz beim Schlegel Wirt sitzen drei Männer um einen der runden Tische. Einfache Holztische ohne Tischtuch, einfache Stühle, einfache Leute.  Read more »

Muttertag

Amelia muss raus. Kein Wecker, der es ihr befielt. Es ist jeden Tag so, sieben Mal in der Woche. Auch heute, das Vieh im Stall, die Arbeit danach, Rahm abschöpfen, die Milchkübel nach vorne zur Straße geschleppt, der Molkereiwagen ist immer pünktlich.

Wenigsten müssen die Kinder heute nicht zur Schule. Welch kleines Privileg am Wochenende. Der Georg, ihr Mann, ist schon auf der Futterwiese, frisches Gras für’s Vieh. Das macht er jeden Tag, bevor er mit dem Bus zur Arbeit fährt, um sieben Uhr fangen sie an, im Sägewerk, nicht weit vom Hof. Ohne das Sägewerk könnten sie den Hof nicht halten. Er arbeitet dort bis zum Mittag, manchmal wird es auch später. Kleinere Sachen erledigen schon die Kinder. Die Hühner zum Beispiel.

Heute am Sonntag schleppt der Georg die Kübel zur Straße Read more »

Tödlicher Fehler (2)

Als kürzlich Felix Baumgartner durch jenen schlimmen Unfall jäh aus dem Leben gerissen wurde, blieb nichts zurück. Trauer und Fassungslosigkeit nahmen dem Leben seiner Liebsten jeden Sinn. Sie konnten es nicht fassen. Warum?, fragten sie immer wieder, warum? Sie bekamen keine Antwort. Niemand konnte sagen, warum es geschehen war. Niemand! Keine Experten, keine Polizei, keine noch so klugen Menschen.

Nicht sehr weit entfernt von dem Ort, an dem Felix‘ Eltern wohnten und jetzt auch seine Frau und die Kinder, bis sie über das Gröbste hinweg wären, rüsteten sich die wenigen Leute des Dorfes, wie jeden Sonntag, um rechtzeitig zur Frühmesse zu kommen. Read more »

…und da bin i dahoam!

Wissen Sie, sagte der Mann an der Theke zu seinem Nachbarn, den er für diesen Abend zum Trinkkumpanen auserkoren hatte. Wissen Sie, wiederholte er und bewegte den Barhocker mit den Fußspitzen um eine viertel Drehung nach rechts, diese ganze Heimatromantik und vor allem diese unsäglichen Serien im Fernsehen, die machen doch mehr kaputt als sie nützen.

Wie sie eigentlich gerade auf dieses Thema gekommen waren, hätte keiner von den beiden mehr sagen können. Wie das halt so ist, am Abend, an der Bar. Read more »

Ostern 2015

Wieder einmal naht das Osterfest. Die Kinder sind in den wohlverdienten Ferien, die Eltern nehmen Urlaub und schon gehts ab. In den Süden, nach Italien, Spanien, Griechenland und vielleicht sogar noch weiter. Manche fahren auch an die Nord- oder Ostsee. Man weiss halt nicht, wie’s Wetter wird, und wenn man es weiss, ist es zu spät, dann muss man eben dort bleiben, wo man hingefahren ist.

Die Eltern bestimmen gemeinsam, wohin es dieses Mal gehen soll, und die Mutter entscheidet dann, wohin es wirklich geht. Mit einer kleinen aber wichtigen Einschränkung. War’s nix, das Wetter Mist, das Hotel, reden wir nicht davon, usw., dann lag die letzte Entscheidung auf jeden Fall bei der Mutter. Das ist verbrieft. War aber alles super, selbst die Urlaubsbekannten auszuhalten, dann hatte schon eher der Vater seine Hand im Spiel. Read more »

Arglist

Als Mathias Hirschhuber die Treppe hinaufstieg, empfand er nichts Besonderes dabei. Mühselig war es halt, diese ausgetretenen, steilen Stufen überhaupt hochzukommen. Aber Mathias kannte es nicht anders. Seit er denken konnte, waren es immer schon diese Stufen gewesen. Derbe Bohlen eigentlich, die irgendwann einmal zusammen mit der Hütte auf das schmale Felsplatteau gesetzt worden waren.

Ein Großvater oder Urgroßvater soll sie gebaut haben, hatte ihm seine Mutter einmal erzählt. Mathias wusste es nicht mehr so genau, die Mutter war lange schon tot und auch der Vater lebte nicht mehr. Vielleicht war es der gewaltige, ja überwältigende Blick ins Tal, weshalb die Hütte dort errichtet worden war, wo sie jetzt stand. Als Kind hatte er sich immer einen Spass daraus gemacht, schneller oben zu sein als die anderen. Flink war er hochgewuselt, während sich seine nach Luft japsenden Eltern mit Rücksäcken und Taschen an den groben Handläufen nach oben hangelten. Read more »