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The Blog

(7) Das Tal

Sie war immer noch bei diesem Mann, ihrem Freund, wie sie ihn nannte, es ihm aber nicht sagte. Die Blumen, das war schön gewesen, aber sie wollte doch nicht … Die junge Frau bemühte sich, ihre Gedanken zu ordnen. Es gelang ihr nicht besonders gut. Vorsätze begannen zu zerbröseln, ein Gefühl von Chaos machte sich breit. Fragmente schwirrten umher, formten sich, nahmen Gestalt an, entzweiten sich wieder, zerbrachen in winzige Teilchen, lösten sich auf. Read more »

(6) Der Freund

Das Geheimnis war gelüftet. „Ihr ward gespannt und habt deshalb etwas Besonderes vermutet, aber es sind nur ein paar Blumen“, erklärte der Freund der jungen Frau, als er seine Arme langsam nach vorne nahm.“Blumen?“, blickte sie irritiert. Read more »

(5) Der Ring

In der Küche klapperte Geschirr. „Frühstück“, sagte eine ihr unbekannte Stimme. Irritiert hüpfte die junge Frau aus dem Bett, um sich Gewissheit zu verschaffen. Tatsächlich, eine Frau, etwa in ihrem Alter, goss Kaffee in zwei Tassen. „Guten Morgen“, sagte sie. „Setz dich doch und leiste mir Gesellschaft:“ „Ich verstehe nicht …“, stammelte sie verwirrt. Wer war diese Frau und wo zum Teufel steckte ihr Freund? Read more »

(4) Das Gehirn

Die junge Frau ist machtlos. Sie kann die Züge der Spirale erkennen. Jeden einzelnen. Nicht besonders scharf, eher nebelig wabernd, rotieren sie gleichmäßig nach rechts. Was sie erfassen, ist ihnen ausgeliefert, wird mitgerissen und unwiederbringlich ins Innere der Spirale geschleudert. Ihr Widerstand erlahmt, sie gibt nach, die Spirale greift nach ihr und droht, sie als Opfer zu verschlingen … Read more »

(3) Die Spirale

Im Taxi war die Welt irgendwie anders, empfand sie. Merkwürdig. Du sitzt auf der Rückbank rechts, diagonal vorne links sitzt ein Mensch, den du in deinem Leben noch nie zuvor gesehen hast. Du sagst ihm, wohin du willst, und er fährt los. Fast augenblicklich entwickelt sich eine besondere Atmosphäre, etwas Vertrautes umgibt dich. Read more »

(2) Geduld

Sie hatte die Abfahrt des letzten Busses verpasst. Ihre Gedanken irrlichterten immer noch um Das Meer der Ruhe. Es war ein schöner, angenehmer Augenblick gewesen.  Immer wieder führte sie sich die einzelnen Schritte vor Augen. Zuhause würde sie einen Versuch wagen, es sollte gelingen, auch ohne Therapeutin. Warum war sie überhaupt vor Wochen schon zu dieser Gruppe gegangen? Read more »

(1) Der Weg

Lass dich fallen! Du spürst, wie dein Körper immer schwerer wird, die Arme, die Beine, dein ganzer Körper … Im Hintergrund tönte leise J. S. Bach. Du gibst dich ganz der Stimme hin, die dich dirigiert, dir genau sagt, was du zu  tun hast. Du bist gefangen in dem wohltuenden Gemisch aus Stimme und Musik. Read more »

(7) Gift

Ich rechnete mit dem Schlimmsten und hatte doch eine vage Hoffnung. Der Fahrer! Wenn ich nicht zurückkäme, er würde sicher nach mir fragen, Alarm schlagen. Erstaunlich war, ich verspürte keine Panik. Read more »

(6) Perseus

Was habe ich oder meine Situation mit Perseus zu tun, werden Sie fragen. Nichts im Sinne der Griechischen Sagen- und Götterwelt. Aber der Reihe nach. Nairobi habe ich wenige Tage nach der ominösen Visite in der Nobelvilla verlassen. Read more »

(5) Ausweg

Mein Selbstvertrauen stürzte für Sekunden total ab. Da saßen die Zuckerbarone, die Schattenmänner, und ich mitten drin. Die Männer der Security kamen also hereingestürzt und bedeuteten mir, mitzukommen. Umständlich schälte ich mich aus meinem Stuhl, nach einem Ausweg suchend, aber es gab keinen. Read more »